Jusos Ue/LüDa

Mitteilungen

Viele tausende Menschen sterben bei ihrem Versuch über das Mittelmeer vor Krieg, Hunger und Gewalt zu flüchten. Allein im Jahr 2018 sind im Mittelmeer 2.297 Geflüchtete ertrunken. Die zivilgesellschaftliche Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ protestiert seit geraumer Zeit gegen das Sterben im Mittelmeer und gegen die Kriminalisierung von Seenotrettern. Auch in unserer Region engagieren sich unzählige Bürger*innen für Geflüchtete und leisten Hilfe. Viele Kommunen in Europa, auch in Deutschland, haben sich bereits solidarisiert und angeboten, in Seenot geratene Menschen aufzunehmen. Wir müssen ebenfalls ein Zeichnen für Menschlichkeit und Frieden setzen. Deshalb fordern wir die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg auf sich der Initiative Seebrücke anzuschließen.

Wie die AZ berichtete, hat das Uelzener Klinikum jetzt den Arzt eingestellt, der in der Elbe-Jeetzel-Klinik Schwangerschaftsabbrüche nur dann erlauben wollte, wenn es in seine christlichen Wertevorstellungen passt. Die Juso-Vorsitzende Christina Holsten sagt dazu: “Wieso stellt das Krankenhaus jemanden ein, von dem man weiß, dass er nicht alle Aufgaben, die zuseinem Job gehören, machen will?”. Wenn man einen Schwangerschaftsabbruch möchte, ist man in Deutschland zu einer Beratung gezwungen. Dort werden den Schwangeren alle Entscheidungsmöglichkeiten und Unterstützungsstellen aufgezeigt. Erst mit der Bescheinigung darüber ist der Eingriff möglich. “Nur die Betroffene selbst sollte das Recht haben, über ihren eigenen Körper entscheiden zu dürfen”, betont die Juso-Vorsitzende, “Wenn ich einen Schwangerschaftsabbruch bräuchte, hätte ich keine Lust, im Klinikum auf einen Arzt zu treffen, der mich für meine Entscheidung verurteilt.”. Das Klinikum ist in letzter Zeit häufiger für Entscheidungen kritisiert worden.

  • 08. Oktober 2018